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HNO-Praxis Wünstel Münster

Sommer 2020 – Keine Panik bei „Hörsturz“

Ein dumpfes Gefühl wie „Watte im Ohr“, Tinnitus – dies sind typische Symptome eines sogenannten Hörsturzes oder auch Ohrinfarktes. In der Regel tritt dieser nur einseitig auf und kann in seiner Ausprägung von Schwerhörigkeit bis zum kompletten Hörverlust reichen.

Die genaue Ursache ist dabei unklar – häufig geht ein Hörsturz jedoch mit Stress und einer gestörten Durchblutung des Innenohrs einher. Deshalb sollte es zunächst heißen: Ruhe bewahren, um das Stresslevel nicht noch weiter zu erhöhen. Panik schadet nur zusätzlich. Ein Hörsturz muss ernst genommen werden, er ist aber kein Notfall.

Meist kein unmittelbarer Arztbesuch notwendig

In etwa der Hälfte aller Fälle gehen die Symptome schon nach einigen Stunden oder spätestens zwei Tagen zurück und das Gehör normalisiert sich wieder. Sollten die Hörminderungen und/oder die Ohrgeräusche bis zum dritten Tag und länger anhalten, ist ein Besuch beim HNO-Arzt allerdings empfehlenswert.

Zu lange sollten Betroffene den Arztbesuch nicht hinauszögern, denn ein Hörsturz lässt sich innerhalb der ersten Wochen am besten behandeln. Die Therapie erfolgt meist mit hochdosiertem Cortison, wodurch sich das Gehör in aller Regel schnell wieder erholt.

Wer ist vom Hörsturz betroffen?

Schätzungen besagen, dass mehr als 150.000 Männer und Frauen hierzulande jährlich einen Hörsturz erleiden. Kinder ausgenommen, sind alle Altersgruppen betroffen, wobei die Gruppe der etwa 50-Jährigen überproportional häufig vertreten ist.

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