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Sommer 2021 – „Etwas lauter bitte …“

Die sogenannte Altersschwerhörigkeit beruht auf einer Schädigung der Sinneszellen im Innenohr. Sie wandeln den Schall in elektrische Signale um, die im Gehirn als Höreindruck weiterverarbeitet werden. Diese Form der Schwerhörigkeit hat allerdings weniger etwas mit dem eigentlichen Alter zu tun als vielmehr mit der Lärmbelastung, der die Ohren im Laufe der Jahre ausgesetzt waren.

Hörschäden bereits bei Jugendlichen

Bereits bei Jugendlichen treten heutzutage vermehrt Hörschäden auf. Anfangs macht sich das im Alltag nicht bemerkbar. Mit zunehmender Schwerhörigkeit werden jedoch vor allem hohe Frequenzbereiche immer schlechter verstanden. Für die Betroffenen sind dann vor allem Frauenstimmen oder hohe Töne in Musikstücken nur noch sehr schwer zu verstehen.

Dabei lässt sich einer lärmbedingten Innenohrschwerhörigkeit durch Schutz vor hohen Lautstärken relativ leicht vorbeugen. Dauerhafte Ohrgeräusche (Tinnitus), die eine Folge von Lärmschäden sein können, sind dementsprechend ebenfalls oft vermeidbar.

Fünf ohrenschonende Tipps:

  • Nutzen Sie einen Gehörschutz, wenn Sie laute Arbeiten durchführen. Achten Sie darauf, dass Kopfhörer und Ohrstöpsel altern und gelegentlich ausgetauscht werden müssen. Wenn Sie in einer lauten Umgebung arbeiten, ist Ihr Arbeitgeber dazu verpflichtet, Gehörschutz zur Verfügung zu stellen.
  • Haushaltsgeräte wie Mixer und Staubsauger können erheblichen Lärm verursachen. Es lohnt sich beim Kauf auf die Geräuschentwicklung zu achten. Das gilt ebenso für Kinderspielzeug wie Spieluhren und Ähnliches.
  • Gewöhnen Sie sich daran, Musik in mittlerer Lautstärke zu hören. Wenn Sie gerne Musik mit dem Smartphone bzw. über Kopfhörer hören, sollten Sie nie die maximale Lautstärke einstellen. Viele Menschen neigen zu hohen Lautstärken, um laute Umgebungsgeräusche aus dem Straßenverkehr zu übertönen.
  • Sie gehen gerne auf Konzerte oder machen selbst Musik? Wir empfehlen Ihnen, einen Hörschutz (Ohrstöpsel) zu tragen. Bereits frei verkäufliche können die Lärmbelastung erheblich mindern. Darüber hinaus können Sie sich einen Hörschutz bei einem Hörgeräteakustiker anpassen lassen. Moderne Modelle ermöglichen eine gute Klangqualität und einen hohen Musikgenuss bei guter Schutzwirkung.
  • Gönnen Sie Ihrem Gehör ausreichende Pausen.

Nachlassende Gehörleistung?

Wenn Sie Probleme haben, einem Gespräch zu folgen und bei Ihrem Gegenüber öfter nachfragen müssen, kann dies ein Anzeichen für eine beginnende Schwerhörigkeit sein. Auch ein taubes Gefühl im Ohr sollte Anlass für einen Arztbesuch sein. Denn wie immer gilt: Je früher eine Beeinträchtigung des Hörvermögens festgestellt wird, desto höher sind die Erfolgsaussichten bei einer möglichen Behandlung.

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